VHS – Ein Medium auf Abschiedstour

Erinnert ihr euch noch an damals? Als man noch eine Kasette, in etwa so groß wie einen Brotdose, in ein noch viel klobigeres Gerät schieben musste, um sich den letzten Star Wars-Film genüsslich zu Hause ansehen zu können? Wobei von Genuss eigentlich keine Rede sein kann. Denn die VHS, um die es hier geht bestach durch alles andere nur nicht durch Heimkino-Feeling. Die Auflösung war so miserabel, dass sie ein heutiger Ultra4K-Fernseher  sie gleich 20 Mal anzeigen könnte, von der Audioqualität ganz zu schweigen.

VHS-Kassette_01_KMJTrotz allem hat sie immer noch ihren Platz in vielen deutschen Wohnzimmern, die Videokassette. Doch nun kommt dies alles zu einem jähen Ende. Der letzte verbliebende Videorekorder-Hersteller, Funai stellt die Produktion ein und mit ihr eine Ära. Der Grund dafür? – Einmal ist es natürlich zu unlukrativ geworden und andererseits fehlen schlichtweg die Bauteile. In deutschen Haushalten befinden sich dennoch etliche Videokassetten. Meistens handelt es sich dabei um Privatvideos, die immer mal ganz gerne wieder heraus gekramt werden. Außerdem konnte man damals immerhin Sendungen aus dem Fernsehen aufnehmen, wenn auch umständlich. Bis die Kassette zurückgespult war und man sich auch vergewissert hat, dass man nicht gerade das Hochezeitsvideo überpielt, dauerte es immer ein wenig. Heute drückt man einfach auf die Taste „REC“, die sich auf der Fernbedienung des Receivers befindet und schon befindet sich die gewünschte Sendung in perfekter HD-Qualität auf der Festplatte. All diese Umstände haben einen zweiten Frühling, ähnlich wie den des Plattenspielers leider kategorisch ausgeschlossen. VHS war einfach zu schlecht und zu unbeliebt, um sich eine große Fangemeinde aufzubauen.

Doch einen Kampf konnte das kantige Medium letztendlich doch für sich entscheiden. Als es in den 1970er-Jahren darum ging, ein Gerät auf den Markt zu bringen, welches Filme über den Fernseher zu Hause abspielen konnte, wurde viel ausprobiert. Zu guter Letzt konnte sich das VHS-System gegen die Bildplatte durchsetzen, die ebenfalls zu Option stand. Der so genannte „Formatkrieg“ ging in die Geschichte ein und letztendlich hat ihn nicht das Medium gewonnen, das die beste Bildqualität vorweisen konnte, sondern auf das man das meiste Filmmaterial drauf packen konnte.

Nun ist also die Zeit gekommen sich von seiner VHS-Sammlung zu verabschieden und sie – wenn nicht schon geschehen – spätestens jetzt digitalisieren zu lassen. Schlussendlich hat eben doch nicht jeder hat das Zeug zum Helden.

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EM-Apps, die euch ausspionieren

Für alles gibt es heutzutage eine App. Ob man nun sein Licht zu Hause per Smartphone ausschaltet oder seine komplette Finanzplanung über die Applikationen abwickelt, die Hilfe liegt jederzeit griffbereit im App-Portal. Auch Fußball-Fans dürfen sich über spezielle Apps zur Europameisterschaft in Frankreich freuen, doch oft hält die Freude nicht lange an, denn viele dieser Gehilfen spionieren euch gnadenlos aus.

Klingt es nicht herrlich, wenn man nicht mehr unzählige Sonderhefte und Spielpläne braucht, um sich als Fan auf die Europameisterschaft vorzubereiten? Genau das versprechen jetzt zahlreiche Apps, die speziell für die Fußball-Europameisterschaft in Frankeich entwickelt wurden. Doch man sollte nicht gleich zu euphorisch werden, denn viele dieser Applikationen enthalten offenbar so genannte „Adware“, die dazu in der Lage ist, euer Nutzerverhalten auszuspionieren. Nicht nur persönliche Daten werden ausgelesen, sondern auch der Browserverlauf und die Geräte-ID.

Eine weitere App geht dabei offensichtlich noch skrupelloser vor: Sie gibt an Malware auf dem Gerät zu erkennen und droht damit die SIM-Karte zu beschädigen, sollte nicht eine weitere kostenpflichtige App installiert werden, die dieses Problem aus der Welt schafft.

Dabei klingen die Versprechungen, mit denen die Apps beworben werden meist sehr verlockend. Versprochen werden beispielsweise Tippspiele, Fan-Emojis oder Gutscheine. Doch mit ein paar einfachen Tipps kann man sich schon sehr gut gegen die Abzocke schützen. Denn was auf jeden Fall empfehlenswert ist, ist das Gerät mit einer Anti-Viren-App auszustatten und die Rezessionen im App-Portal genau zu lesen. Neben der neusten aktuellsten Firmware für Android-Nutzer ist besonders ein Blick auf die Privatsphäre-Einstellungen und App-Zugriffsrechte sinnvoll um böse Überraschungen zu vermeiden. Sollte trotzdem irgendetwas verdächtig wirken, empfiehlt es sich lieber ganz auf die App zu verzichten und nach einem seriösen Konkurrenzprodukt Ausschau zu halten.

Mit diesen einfachen Verhaltensmustern starten wir hoffentlich Viren- und Malware-frei in die EM und können uns an der zahlreichen App-Vielfalt erfreuen! :)

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Bye, bye E-Mail! – Wie Firmen ihre Mailkonten abschaffen

Büroarbeit ohne E-Mail? Geht das? Anscheinend schon, zumindest, wenn es nach Thierry Breton, Chef des französischen IT-Riesen Atos geht.

Für viele schier unvorstellbar aber Breton möchte die E-Mail binnen 3 Jahren komplett aus seinem Unternehmen verbannen. Er betont, dass die Masse an E-Mails, die wir heute verschicken nicht mehr haltbar sei. Und es sei ihm vor allem zu viel Spam dabei, dessen Entsorgung nur unnötige Arbeitszeit in Anspruch nehme. Für ihn sei die E-Mail nicht mehr und nicht weniger als die „Umweltverschmutzung des Kommunikationszeitalters“.

Doch muss man es wirklich so drastisch wie Breton sehen? Oder gibt es auch simple Lösungen, um nicht auf den elektronischen Brief verzichten zu müssen?

Die gibt es sogar in der Tat. Zahlreiche Unternehmen bieten Spamfilter gegen Spam und Malware an. Diese sollen Spam-Nachrichten effektiv ausfiltern und so vor Ärger schützen. Sie haben eine integrierte Quarantäne, ähnlich wie bei Anti-Viren-Software. So bleibt alles auch schön übersichtlich und lässt sich prima verwalten. Vor allem, wenn die Quarantäne so gut wie leer bleibt. Denn einige Spamfilter-Anbieter, wie dieser hier bieten sogar Erkennungsraten von 99,99%! Wahnsinn oder? Und wenn die Lösungen auch noch vom Anbieter komplett-gemanaget sind, ergibt sich für das Unternehmen noch nicht mal zusätzlicher Aufwand! Herr Breton, wäre nicht ein Spamfilter auch was für Ihr Unternehmen?

 

 

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Auf die Cloud gekommen – Online-Speicher und ihre Vorteile

In meinem heutigen Beitrag habe ich einfach mal für euch zusammengetragen, wie Unternehmen von Cloud-Services profitieren können und warum sie immer beliebter werden.

Einen enormen Vorteil sehe ich in der Entlastung der internen IT-Infrastruktur, welche gleichzeitig Kostenvorteile für das Unternehmen schafft. Hier sind definitiv standardisierte Cloud Services führend, da sie schnell und kostengünstig sind und gleichzeitig durch hochgradige Automatisierung ihrer Rechenzentren, sowie eine global verteilte Nutzerschaft überzeugen können. Außerdem gibt es für Unternehmen nur laufende Kosten, da Cloud Anbieter auf Einrichtungs- oder sonstige Anfangskosten verzichten. Des Weiteren ist es wohl unumstritten, dass Unternehmen auf neue Anforderungen viel besser reagieren können, da sich die Zeit der Bereitstellung gegenüber herkömmlichen Methoden erheblich verkürzt. Nicht zuletzt spricht aber auch eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche der meisten Cloud-Dienste dafür. Das richtige Design ist also auch ein Stück weit entscheidend.

Insgesamt kann ich allen Unternehmern da draußen, die einen Umstieg auf die Cloud planen nur raten: Macht es! Die Liste der Vorteile ist schier endlos.

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Wie ein Kettenbrief euer Smartphone lahmlegt

Neuerdings ist mal wieder ein gefährlicher Virus im Umlauf und der hat es in sich. Diesmal ist sind Nutzer des Messenger Dienstes WhatsApp betroffen.

Wie schön wäre es doch mal zu wissen mit wem eure Freunde so alles schreiben oder? Viele Nutzer von WhatsApp denken so und das wissen auch kriminelle Hacker. Aktuell ist nämlich ein Kettenbrief im Umlauf in dem euch empfohlen wird WhatsApp zu updaten. Das neue Update soll es dann möglich machen, zu sehen, mit wem und über was eure Freunde schreiben – verlockend oder? Das haben sich wohl bis jetzt ziemlich viele Nutzer gedacht und das Update installiert. Statt der versprochenen Features wird der Nutzer allerdings mit einem Absturz seines Geräts überrascht.

Was passiert da denn jetzt genau dabei?

Das Prinzip ist eigentlich denkbar simpel. Bevor ihr das Update überhaupt erhaltet werdet ihr zuerst aufgefordert die Nachricht an 10 Kontakte oder aber 3 Gruppenchats zu schicken, auf diese Weise verbreitet sich der Virus. Erst nachdem ihr das erfüllt habt ploppt das vermeidliche Update-Fenster auf und animiert euch zur Installation. Sobald ihr allerdings auf „Installation“ klickt wird sich euer Smartphone aufhängen und wohl für immer verstummen. Das Telefon wird ab diesem Zeitpunkt unbrauchbar, denn nicht mal das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen kann es retten. Es soll laut einigen Quellen in ein stetiges Vibrieren verfallen und das so lange, bis der Akku leer ist.

Und wie kann ich mich jetzt schützen?

Eigentlich ganz einfach. Sich an Kettenbriefen zu beteiligen hat eigentlich noch niemandem effektiven Nutzen gebracht, deshalb sollte man das generell unterlassen. Außerdem verschickt WhatsApp keine Updates über den Chat als Installationsdatei. Updates erhaltet ihr nur in den jeweiligen App-Stores euer Smarpthones. Ein markanter Fehler der Kriminellen ist des Weiteren, dass der Messenger-Dienst seitens der Kriminellen als „whatsapp“ bezeichnet wird. Die korrekte Schreibweise ist allerdings „WhatsApp“. Wenn ihr diese einfachen Tipps beachtet kann euch und eurem Smartphone eigentlich gar nichts passieren. Also: Augen auf im Chatverlauf! 

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